Gibt es eigentlich Post-Post-Grunge? – Creed is back

Irgendwie ist diese Band-Reunion Ende letzten Jahres vollkommen an mir vorbei gelaufen. Und dennoch haben sich Creed mit ihrem im November erschienenen Album ‘Full Circle’ [iTunes-Link] nach 5 Jahren Pause eindrucksvoll wieder zurück gemeldet.

Um den Jahrtausendwechsel kam man bei kaum einem Radiosender um Titel wie “My Own Prison”, “What’s This Live For” oder “With Arms Wide Open” herum. Diese Titel waren der Grund dafür, dass Kritiker Creed in den Bereich des Post Grunge  einsortierten. Doch im Jahr 2004 trennte sich die Band von Frontmann Scott Stapp.

Und obwohl die Band in der Folge mit einem neuen Frontmann weiter gemacht und Stapp ein Soloalbum herausgebracht hat, konnten beide Seiten nicht an die früheren Erfolge anknüpfen. Da lag es nahe, dass die Band und Scott Stapp im vergangenen Sommer ihre Wiedervereinigung bekanntgaben und auch ein neues Album ankündigten.

Der Sound des neuen Albums ist dann auch zeitgemäß und entschieden härter als bei den alten Alben. Und auch der neue (alte) Frontmann Stapp hat mit seinen deutlich kürzeren Haaren die langhaarigen Grunge-Zeiten endgültig hinter sich gelassen und ist im neuen Jahrtausend angekommen.

Fans von Nickelback, Alice in Chains oder dem aktuellen Album von Billy Talent werden sich bei ‚Full Circle’ direkt zu Hause fühlen – auch wenn bei diesem Album der Titel gerade eben nicht als ‚Nomen est omen’ anzusehen ist.

Anspieltipps: ‚Overcome’ und ‚A Thousand Faces’

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