Positiver Trend bei Abholanordnungen der Stiftung ear®

Wie die euwid in ihrer aktuellen Printausgabe berichtet, sind die entsorgten Mengen an Elektroaltgeräten auch 2015 hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Demgegenüber verzeichnet die Stiftung ear® im ersten Halbjahr 2016 jedoch deutlich mehr Abholaufträge der kommunalen Übergabestellen.

Die Stiftung ear® veröffentlicht auf ihrer Website regelmäßig die Anzahl an Abholaufträgen, die sie für die einzelnen Sammelgruppen erlassen hat. Jeder Abholauftrag  basiert auf der Vollmeldung einer Kommune, die an einer Übergabestelle einen Container in einer bestimmten Sammelgruppe austauschen lassen muss und wird einem Hersteller zugeordnet, der in dieser jeweiligen Sammelgruppe registriert ist.

Die zum Stichtag 30.06.2016 ermittelte Anzahl der bestätigten Abholungen zeigt dabei in allen Sammelgruppen einen positiven Trend – vor allem jedoch in den Sammelgruppen, die zuvor fast flächendeckend optiert waren und die auf Grund der geänderten Gesetzeslage mittlerweile von Kommunen verstärkt in die Abholkoordination (und damit in die Verantwortung der Hersteller) zurückgegeben werden. So sind die Anteile der Sammelgruppen 1, 3 und 5 gegenüber dem Vorjahr bereits in den ersten sechs Monaten diesen Jahres deutlich gestiegen, während im gleichen Zeitraum der prozentuale Anteil der Sammelgruppe 2 deutlich zurückgegangen ist. Setzt sich dieser Trend unverändert fort, dürfte die Gesamtzahl der Abholungen (hochgerechnet auf das ganze Jahr) die Anzahl des Jahres 2015 um fast 7.000 Abholaufträge (oder umgerechnet rund 14 Prozent) übersteigen.

Dabei ist die deutlich gestiegene Anzahl an sog. „Erstgestellungsanordnungen“ (also Aufträgen, bei denen Hersteller verpflichtet werden, einer Kommune zusätzliche Container für die Elektroaltgeräte zur Verfügung zu stellen) noch nicht berücksichtigt, weil diese in der Statistik der Stiftung ear® nicht erfasst werden. Nimmt man die Anzahl der Erstgestellungsanordnungen jedoch als Indikator für die in diesem Jahr noch zu erwartenden Abholaufträge, dann dürfte die Anzahl an Abholungen – auf das gesamte Jahr gerechnet – nochmals deutlich steigen.

Auf Grund der geänderten Zusammensetzung der Sammelgruppen, die mit dem 01.02.2016 in Kraft getreten sind (§ 14 Abs. 1 ElektroG i. V. m. § 46 Abs. 5 ElektroG), sind diese Hochrechnungen zunächst natürlich nicht ganz so verlässlich, wie sie dies in den vorangegangenen Jahren waren. Aber ein Trend lässt sich in jedem Fall bereits jetzt den von der ear® veröffentlichten Zahlen entnehmen: Die Zahl der Abholungen wird steigen und das Verhältnis der einzelnen Sammelgruppen wird ebenfalls deutlich anders aussehen als in den Vorjahren.

Source :

euwid, Stiftung ear®, eigene Recherche

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