Internet und Entertain vom Testsieger

Sonntag morgen (11.07.), meine Frau ruft an: “Du Schatz, unser Internet geht nicht mehr.” Bei unserem Speedport W503V blinkt die DSL-Leuchte. Auch Entertain zeigt kein Bild mehr. Als leidgeprüfter Speedport-Benutzer weiß ich natürlich Rat: Stecker ziehen, 10 sec. warten und es geht wieder.
Weit gefehlt. Der nächste Anruf kommt vom Handy: Jetzt geht auch das Telefon nicht mehr. Da es bis zum Abend keine Besserung gab, war die Diagnose klar: der Router ist nun endgültig hinüber. Also die Hotline angerufen. Und angerufen. Und angerufen. Und, genau, angerufen.

Montag Mittag war meine Geduld mit der Hotline-Warteschleife vorbei. Also habe ich – per UMTS – eine Online-Störungsmeldung abgesetzt. Schon am gleichen Abend um halb Acht habe ich einen Anruf ohne Kennung auf meinem Handy. Der Servicetechniker teilt mir mit, dass er die Leitung durchgemessen, eine ihm unerklärliche Fehlschaltung beseitigt und die Daten für meinen defekten Router im System hinterlegt hat. Ich solle doch bitte bei der Hotline anrufen, um den Austausch zu organisieren. Mein Geschrei muss in der ganzen Straße zu hören gewesen sein…

Also wacker weiter versucht. Morgens, abends, nachts, bei der Störungshotline und der Beschwerdestelle für Rechnungen. Immer landet man auf dem gleichen Computer, der jedes mal auf’s Neue seine Fragen-Litanei abspult und einen dann nach 20 Minuten gnadenlos aus der Leitung wirft.

Also Samstag morgen (17.07.) den Router eingepackt und auf zum T-Punkt im Schwanenmarkt. Die Mitarbeiterin dort kann aber nicht helfen, weil der Router ein Mietgerät ist. Ich müsse, richtig: Bei der Hotline anrufen. Nach einem mittleren Tobsuchtsanfall fällt der Mitarbeiterin schlagartig eine interne Rufnummer ein. Nach einigem Palaver mit der Gegenstelle reicht mir die Dame das Telefon. “Da. Sprechen Sie am Bestem direkt mit Ihr.” Die junge Dame am anderen Ende fragt als Erstes, ob der Schaden durch ein Gewitter entstanden sei. Nachdem ich das verneine, werde ich nach dem Lieferschein des kaputten Routers gefragt. Dem Lieferschein? Mitten im Telekom-Laden? Bei einem fast ein Jahr alten Gerät! Also verneine ich das erstmal. Gut, dann solle ich nach Hause fahren, den Lieferschein heraus suchen und dann…, richtig: die Hotline anrufen.
Es folgt mein zweiter Tobsuchtsanfall. Jetzt wird die Dame am anderen Ende schnippig. Es sei schließlich egal, dass es sich um ein Mietgerät handelt und meine Daten im System seien. Das hier wäre der Hardware-Service und der brauche das Auslieferdatum vom Lieferschein. Sonst könne man mir nicht helfen. Interessanterweise hat die Mitarbeiterin des T-Punktes die Daten sehr wohl zur Verfügung und flüstert mir das Auslieferdatum zu. Schon lässt sich ein Austauschgerät zuweisen. Zum guten Schluss erklärt mir die Dame vom Hardware-Service noch, wie man die Transportverpackung des Austauschgerätes wiederverwendet, um das defekte Gerät innerhalb von LÄNGSTENS 14 Tagen zurück zu senden. Aber natürlich nur mit einer Kopie vom Lieferschein des defekten Gerätes!

Und so harre ich dann des neuen Routers. Und bis der da ist, habe ich ja genug Zeit, um den alten Lieferschein zu suchen.
Fortsetzung folgt.

[Fortsetzung 26.07.2010] Am vergangenen Samstag war es dann soweit. Der Router lag bei unserer Postfiliale auf dem Ostwall bereit. Und beim Aufmachen der Transportverpackung war dann auch schnell klar, dass ich mir die Suche nach dem alten Lieferschein sparen konnte, denn gewünscht ist statt dessen ein ausgefüllter Retouren-Lieferschein – und der lag dem neuen Router bei.

Und so brauche ich dann nur noch die Zugangsdaten einzugeben. T-Online-Nummer und Passwort habe ich ja… – wenn ich jetzt nur den blöden Zettel mit meiner Anschlusskennung finden könnte  …   *seufz*

[Fortsetzung 28.07.2010] Jaha, das mit der Anschlusskennung hat sich als echter Stolperstein herausgestellt. Denn kein anderer DSL-Anbieter verwendet zusätzlich zu Benutzername und Kennwort noch einen weiteren Unique Identifier. Und die Anschlusskennung der Telekom ist nicht etwa die Rufnummer. Das wäre zu einfach. Statt dessen wird die Anschlusskennung individuell generiert und ist genauso streng geheim wie mein Kennwort.
Keine Chance also. Daher habe ich am vergangenen Montag per Fax eine neue Kennung angefordert. Die war dann auch gestern abend (27.07.) in meinem Briefkasten. Und wenn die neuen Benutzerdaten jetzt noch funktionieren würden…
Statt dessen: Keine Kennung unter diesem Anschluss.

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